Eine überraschende Kündigung wurde für Nadine Wagenaar nicht nur zum Einschnitt, sondern zum Ausgangspunkt eines neuen Formats. Unter @heynadus begann die studierte Journalistin, die Tage ihrer Erwerbslosigkeit hochzuzählen und ihren veränderten Alltag satirisch zu dokumentieren. Bereits das erste Video ging nach Angaben des rbb viral.
Wagenaar wählte dafür bewusst provokante Selbstbezeichnungen wie „Sozialschmarotzerin“ und „Infaulencerin“. Entscheidend ist der Kontext: Die Begriffe sollen Vorurteile über Arbeitslose sichtbar machen, nicht Menschen ohne Job pauschal abwerten. Die Reaktionen reichen laut rbb von Zustimmung zur humorvollen Enttabuisierung bis zu offenem Hass.
Inzwischen kann die Berlinerin von ihrer Arbeit als Content Creatorin leben. Zusätzlich veröffentlichte sie das Buch „Sozialschmarotzerin … und andere (Un-)Wahrheiten über Arbeitslosigkeit“. Damit wird aus dem viralen Kündigungstagebuch eine längere Auseinandersetzung mit der Frage, wie stark gesellschaftlicher Wert an bezahlte Erwerbsarbeit gekoppelt wird.
Das rbb-Gespräch vom 30. April 2026 beschreibt keine schnelle Erfolgsformel. Es zeigt vielmehr, wie Wagenaar ein persönliches Scheiternserlebnis in ein journalistisch-humoristisches Thema verwandelt hat. Dieser Beitrag fasst das veröffentlichte rbb-Interview zusammen; Cliporia war nicht an dessen Führung beteiligt.
**Quelle:** [rbb/ARD Mediathek – Interview mit Nadine Wagenaar](https://www.ardmediathek.de/video/der-tag-in-berlin-und-brandenburg/nadine-wagenaar-autorin-und-content-creator/rbb/Y3JpZDovL3JiYl8xM2ZjNDI0Ni0wYTYwLTRjYmItYTZiZC1mNzgwZWY4MmU3ODVfcHVibGljYXRpb24).


